Kontakt Impressum

Schottenring-Grand Prix

Ein ganz besonderer Höhepunkt ist jedes Jahr der Schottenring-GP.

Dieses Jahr spielten der Wettergott und auch der Glücksgott nicht so recht mit. Die Temperaturen und das Wetter waren schon am Samstag recht mäßig. Am Sonntag mußte die Veranstaltung wegen wolkenbruchartiger Regenfälle gar komplett abgebrochen werden.

Schon am Freitag abend mußten wir einen Kolbenring am linken Zylinder tauschen. - Eine Spätfolge der hitzigen Zweikämpfe beim Classic-Sidecar-Cup.

Das Training am Samstag absolvierten wir zunächst ohne nennenswerte Probleme. Aber beim Start zum ersten Wertungslauf traf uns dann der Schlag. Und zwar von hinten in Form eines anderen Gespanns. Mir war klar, dass wir uns mit unserem Platz in der fünften Startreihe keinen Fehler erlauben durften, um der aus mindestens zwölf Gespannen bestehenden Meute hinter uns nicht im Weg zu stehen.

Unser Motor lief beim Schiebestart nicht sofort an, so daß Hendrik nochmal nachschieben mußte. Da schlug auch schon die Kanzel eines der nachfolgenden Gespanne in unser Heck ein. Wir bemerkten außer dem Schlag keinen nennenswerten Schaden und fuhren den gesamten Lauf bis ins Ziel.

Im Nachhinein mit unsäglichem Glück: Direkt auf der Ziellinie platzte der Hinterreifen. Ein fremdes Stück GFK hatte den Reifen rundum förmlich aufgeschlitzt. Nicht auszudenken, was alles hätte passieren können, wenn das eine halbe Runde früher passiert wäre.

Hendrik mußte dann auch noch ärtztlich betreut werden, weil er einen Schlag ins rechte Knie bekam. Gott sei Dank aber keine ernsthafte Verletzung!

Zurück im Fahrerlager haben wir dann auch sofort eingepackt. Ein verletzter Beifahrer, ein geplatzter hinterer Reifen und ein zerstörtes Heck konnten meine Stimmung nicht sonderlich heben. Und vier Wochen später fand schon der letzte Lauf in Hockenheim statt.

Zu allem Überfluß stellte sich dann auch noch heraus, daß das rechte Lager der hinteren Radnabe mitsamt Sitz morsch rausgerissen war. Spätestens jetzt wurde mir klar, welchen Belastungen das Fahrwerk eines Renngespanns ausgesetzt ist.

Bis Hockenheim gab es also viel zu tun. Nachtschicht war angesagt.


Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.