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Hockenheim-Classics

Krönender Abschluß der Saison war einmal mehr "Hockenheim Classics".

Bei strahlendem Sonnenschein brachten wir unser (vermeintlich) top vorbereitetes Gespann an den Start.

Kurz zuvor hatten wir dem Fahrzeug noch vier neue Stoßdämpfer spendiert. Noch eine Woche zuvor war die obligatorische Inspektion in der heimischen Garage durchgeführt worden. Und auf alle Fälle hatten wir noch einen neuen hinteren Reifen aufgezogen.

Mit dem nötigen Respekt wegen des neuen Hinterreifens ließen wir das Training angehen.

Sehr schnell stellte sich heraus, daß das Gespann gelinde gesagt über alle Räder schob. Ich hatte das Gefühl, wie auf Schmierseife unterwegs zu sein. Auch nach drei Runden stellte ich keine Verbesserung des Fahrverhaltens fest.

Sollte der neue Reifen immer noch nicht angefahren sein???

Vor allem aber: Warum schob das Fahrzeug plötzlich auch über das Vorderrad, wo hier doch noch der alte Reifen montiert war?

Viel Zeit zum überlegen blieb mir nicht: In der letzen Kurve vor Start und Ziel stand das Gespann plötzlich 90 Grad quer zur Fahrbahn.

Nur mit viel Akrobatik konnten Jörg und ich einen kapitalen Überschlag verhindern.

Nachdem wir den Schrecken im Fahrerlager einigermaßen verdaut hatten, ging das Rätselraten los.

Der neue Reifen? - Wohl kaum!

Die neuen Stoßdämpfer? - Warum sollten die schuld sein?

Der Luftdruck? - Der schon garnicht, denn den hatten wir zuhause auf exakt 2 bar eingestellt. - Auf genau den Wert, mit dem wir schon immer unterwegs waren.

Schmiermaxe Jörg gab nicht eher Ruhe, bis er ein Prüfgerät für den Luftdruck aufgetrieben hatte. Und siehe da: Vorne und hinten exakt 1,55 bar. - Viel zu wenig.

Offensichtlich war zuhause mein Meßgerät defekt. Deshalb waren wir mit einem schier unfahrbaren Gespann rumgeschmiert.

Nachdem der Druck auf den korrekten Wert eingestellt war, absolvierten wir beide Rennläufe so perfekt und schnell, wie noch nie zuvor in Hockenheim.

Die neuen Stoßdämpfer (in Verbindung mit korrektem Reifenfülldruck) hatten Wunder gewirkt.

So ging für uns die Saison 2009 letztlich doch noch ohne nennenswerte Defekte und hochmotiviert für das Jahr 2010 zuende.

Vor uns liegen jetzt die langen Wintermonate ohne die Lebensäußerungen von hochdrehenden BMW-Boxer-Motoren und ohne den süchtig machenden Geruch von verbranntem Castrol B353.

Vor allem aber ohne unsere liebgewonnen Mitstreiter aus der Gespannklasse!!!


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