Kontakt Impressum

Kölner Kurs 2013 - Nürburgring

Schon seit Wochen fieberte das Juniorteam dem ersten Lauf der Saison entgegen.
Obwohl es sich um eine eintägige Veranstaltung am Sonntag, dem 28.04.2013 handelte, konnten es die beiden Hauptakteure, Olli und Marc nicht erwarten, zum Nürburgring aufzubrechen.
Dennoch konnte ich die beiden davon überzeugen, dass wir erst am Samstag um 14 Uhr losfahren. Eine kluge Entscheidung, denn als wir um 17 Uhr am Nürburgring ankamen, wurden wir zunächst in ein "Übergangslager" in der Müllenbach-Schleife geschickt. Dort fanden Papier- und Fahrzeugabnahme statt, was innerhalb von 30 Minuten erledigt war. Hierzu großes Lob an den MSC Porz, der alljährlich den "Kölner Kurs" veranstaltet.
Aber dann!!! - Wegen eines Laufs zur Langstreckenmeisterschaft für Automobile konnten wir erst um 20 Uhr ins Fahrerlager. Wir bezogen wie immer einen Stellplatz und machten es uns so gut als möglich gemütlich.
Bei eisigen 2 Grad am Abend und gefühlten 5 Grad MINUS !!! in der Nacht war ein gutes Maß an Härte angesagt.
Am Veranstaltungstag gleich in der Frühe bekamen wir die hochnäsige und planlose Willkür der Nürburgring GmbH zu spüren: Wir wurden angewiesen, in einen anderen Bereich des Fahrerlagers umzuziehen, weil das derzeitig von uns bezogene Areal anderweitig vermietet sei. Schlagartig war überdeutlich zu spüren, welches "professionelle" Organisationstalent am "Ring" vorherrscht. Da wundert man sich über manch andere Dinge vor Ort nicht mehr. - Übrigens auch nicht über ein total verdrecktes Fahrerlager nach der vorausgegangenen Veranstaltung und dröhnende Kehrmaschinen um MITTERNACHT!!!
Aber zurück zum Juniorteam:
Vollkommen durchgefroren von der Nacht wärmte die Besatzung der P77 am Sonntag früh zunächst die Lederkombis auf um danach um 9:50 Uhr zum Trainingslauf zu starten. Auf Anhieb klappte auch nach der langen Winterpause alles wie am sprichwörtlichen Schnürchen. In der Mittagspause folgte dann die obligatorische Durchsicht des Gespanns und das Auftanken.
Pünktlich um 13:20 Uhr der erste Rennlauf. Der Start erfolgte für uns Gespanne untypisch mit laufendem Motor. Da die BMW des Juniorteams einen extrem lang übersetzten 1. Gang besitzt, kamen die beiden nur zögerlich vom Start weg, klemmten sich aber sofort hinter das Sitzer-Gespann von Michael Föll.
Am Ende dieses ersten Laufs stand ein beachtlicher 6. Platz zu buche.
Für den zweiten Lauf um 16:20 Uhr hatten sich die beiden vorgenommen, die Plazierung noch zu verbessern. Aber es sollte alles ganz anders kommen: Als das Teilnehmerfeld auf der Gegengeraden am Fahrerlager auftauchte, ergab sich zunächst das gewohne Bild: Hans Eckert mit seiner BMW in Führung. Aber wo war der normalerweise zweitschnellste, Theo Sattler mit seiner BMW RS abgeblieben? - Irgendwo im Mittelfeld tauchte er auf. Dann, mit deutlicher Verzögerung Karl Umbach in langsamer Fahrt. - Ich würde nervös!!! - Von der P77 nicht zu sehen. Mir wurde abwechselnd heiß und kalt. Inzwischen war das gesamte Teilnehmerfeld vorbei. Nur das Jugendteam fehlte. Im Funkgerät eines Streckenposten konnte ich hören, dass irgendetwas passiert war. Ich hörte "Startnummer P77".
Sofort rannte ich in die Boxengasse und versuchte, von der Rennleitung Einzelheiten zu erfahren. Endlich die Erlösung: Die beiden waren mit technischem Defekt in der Mercedes-Schikane langsam ausgerollt. Fahrer und Beifahrer wohlauf.
Richtig erleichtert war ich dann, als die beiden vom "Lumpensammler" ins Fahrerlager zurückgebracht worden waren.
Zurück in Michelstadt haben wir dann am darauffolgenden Montag Getriebe und Kupplung ausgebaut. Wir stellten fest, dass sich die Schwungscheibe von der Kurbelwelle gelöst hatte. Jetzt hoffen wir mal, dass wir das bis zur nächsten Veranstaltung in Metz im Mai wieder im Griff haben...

Klicken Sie hier, um zur Galerie zu gelangen.